Im Gleichgewicht

Das Gespräch wurde geführt im Vorfeld der Kurse bei der Gemeindeverwaltung Limburgerhof.

Frau Lang, „Geistige und körperliche Impulse in Balance bringen“, so beschreiben Sie Ihre Arbeit mit Menschen. Welche einzelnen Teile fügen sich da zusammen?

Meine Arbeit richtet sich an Menschen, die etwas in ihrem Leben verändern wollen. Dazu braucht es sicher neue Wege, aber genauso wichtig ist: Was sind die Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken, und wie sind sie zu nutzen? Aus dieser Fragestellung entsteht gemeinsam ein individuelles Konzept und mit den ersten Erfolgen entwickeln sich Lebensfreude, Selbstvertrauen und Energie, die den ganzen Prozess weiter voranbringen. Dabei ein Stück zu begleiten und gleichzeitig den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen, das ist mein Ansatz „Ways of Balance.“

Können Sie das Besondere Ihres Konzeptes an einigen Kernpunkten festmachen, vielleicht auch, wie Sie es umsetzen?

Das ist einfach (lacht): Yoga dreht sich nicht nur um den Körper und in der Therapie steht nicht bloß der Kopf im Mittelpunkt. Meinen Yoga-Teilnehmern vermittle ich deshalb zu den Übungen immer auch die Macht der Gedanken. Das ist übrigens auch meine Schnittstelle zum Sportmentaltraining.

Auf der anderen Seite weiß jeder, wie stark Atmung und Gefühle zusammenhängen. Also bekommen alle Therapiepatienten Wissen zum richtigen Atmen, achtsamen Körperübungen und Embodiment mit.

Und natürlich gilt für Körper und Kopf: use it, or loose it – wer rastet, rostet. Hier Bewegung, dort Gehirnaktivität – beides kontinuierlich und gezielt.

Das ist eine große Spannbreite an Einflüssen. Wo liegen da die Wurzeln?

Das sind mehrere und alle liegen eigentlich in meiner persönlichen Erfahrung. Körperarbeit im Sport hat mich schon immer fasziniert. Wie bewege ich mich effizient? Oder wie entsteht Balance aus einer stabilen Mitte? Als Hausfrau und Mutter suchte ich dann nach einem Ausgleich, auch nach innerer Stabilität und Ruhe, und fand 1999 zum Yoga. Auch im therapeutischen Bereich erlebte ich selbst, was sich alles verändern und bewegen lässt – wenn man will! Diese Erfahrungen und Impulse sind mir so wertvoll, dass ich sie auch an andere weitergeben möchte.

Dazu braucht es aber eine breite Ausbildungsbasis, oder?

Ja, das hat sich gut zusammenfügt und nach und nach aufgebaut. Ich fang mal mit der medizinisch-physiologischen Basis an: die habe ich aus meiner Erst-Ausbildung zur Medizinisch Technischen Assistentin.

1999 machte ich dann den nächsten Schritt mit meiner Ausbildung zur Yogalehrerin – das waren ca. 600 Stunden – und hinzu kamen einerseits die philosophisch-geistige Ebene, aber auf der anderen Seite auch die umfassende, ganzheitliche Betrachtungsweise.

Die Selbsterfahrung, vor allem durch Achtsamkeitsübungen, brachte mich dann auf folgende Gedanken: warum nicht in einer fundierten Ausbildung noch mehr über die menschliche Psyche lernen? Und mit diesem Wissen anderen helfen, sie unterstützen, ihnen neue Wege zeigen? Mein Weg damals war die Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Für jeden Menschen das richtige Konzept zu finden ist eine Herausforderung, die mich nach wie vor anspornt. Zum Glück hat mich nie die Neugierde verlassen, und so sind für mich regelmäßige Fortbildungen selbstverständlich.

In welchen Bereichen wäre das?

Schwerpunkte waren zum Beispiel Faszientraining, Yin-Yoga, Achtsamkeitstraining, Stressbewältigung, Hypnose- und systemische Therapie.

Gibt es ein Beispiel, wie Sie auf diese besondere Verknüpfung kamen?

Beschwerden am Bewegungsapparat sind eigentlich nicht das Hauptthema meiner Yogakurse, aber in unserer modernen ‚Sitzgesellschaft‘ leider weit verbreitet. Also: wie kann ich meinen Körper so stabilisieren, dass er alltagstauglich bleibt?

Gleichzeitig zeigten die Resonanz in meinen Angeboten vor allem zur Schmerztherapie und Stressbewältigung sowie viele Gespräche mit meinen Patienten als Heilpraktikerin ganz deutlich, wie stark die individuelle, mentale Alltagsbelastung auch zusammenhängt mit körperlichen Defiziten und natürlich ebenso umgekehrt. Achtsamkeitsübungen und Embodiment sind da die ideale Antwort.

Ganzheitlich und nachhaltig wären prima Formulierungen für meine Herangehensweise. Aber leider sind sie sehr überstrapaziert. Ich versuch‘ es mal einfacher: ich sehe immer den körperlichen und den mentalen Aspekt und schenke so – hoffentlich – meinen Patienten und Kursteilnehmern einen Raum, um anzukommen. Dann können sie aus beiden Welten den besten Weg für sich finden.

Womit wir wieder bei „Ways of Balance“ wären.

Genau, da schließt sich der Kreis. Ein gutes Bild wäre vielleicht ein Hochseilartist. Will der auf seinem Weg Erfolg haben, sprich im Gleichgewicht bleiben, muss er Körper und Geist beherrschen.

Aktuell Referentin

– seit 2000 beim Bildungswerk Sport des Landessportbundes Rheinland-Pfalz

– seit 2009 in der betrieblichen Gesundheitsförderung der BASF SE Ludwigshafen

– seit 2017 bei der Stadtverwaltung Ludwigshafen

… mit grosser
erfahrung

21 Jahre eigenes Yoga-Praktizieren und 19 Jahre Unterrichtserfahrung in Kursen, Workshops und Seminaren zu Yoga sowie Stressmanagement u.a.
– in der Schmerz-Tagesklinik am Diakonissen-
  Stiftungs-Krankenhaus Speyer
– bei der Gemeindeverwaltung Limburgerhof
– im Studio „LuFit“, Fa. Integion, Ludwigshafen
– beim Badischen Turner-Bund (BTB)
– für die Rhein Chemie Rheinau GmbH, Mannheim
– sowie in selbstorganisierten Kursen

„Neugierde und viel Freude bei meiner Arbeit machen regelmäßige Fortbildungen für mich selbstverständlich, um neue Erkenntnisse und Entwicklungen in meine Tätigkeiten einfließen zu lassen.“

AUSBILDUNGEN ~ QUALIFIKATIONEN

HEILPRAKTIKERIN FÜR PSYCHOTHERAPIE / FACHTHERAPEUTIN FÜR PSYCHOTHERAPIE
NACH DEM HEILPRAKTIKERGESETZ (HPG)

Zulassung:
Heilkunde-Erlaubnis erteilt am 14.11.2007 Aufsichtsbehörde: Gesundheitsamt Main-Taunus-Kreis, Hofheim

Ausbildung
– an der Akademie für Ganzheitsmedizin Heidelberg, Ärztlich geleitete & zertifizierte Heilpraktikerschule
und
– am Institut für Kommunikation und Gesundheit Bernhard Tille, Heilpraktikerschule für Psychotherapie Rhein-Main

HYPNOTHERAPIE

Fortbildung am Institut für angewandte Hypnose, Peter Köhne, Bruchweiler-Bärenbach

HOSPITATION IN DER FELSENLAND KLINIK DAHN

Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, mit dem Schwerpunkt Hypnotherapie

Systemische Therapie und Beratung / Gesundheitscoaching und Stressmanagement

Fortbildung am Wieslocher Institut für systemische Lösungen (WISL)

YOGA-LEHRERIN

– Ausbildung bei Yoga Vidya
– Fortbildung Yin-Yoga-Lehrerin bei Yoga Vidya
– Fortbildung „Yoga für Kinder“, Pädagogisches Institut Bannenberg, Heidelberg

Übungsleiterin B „Sport in der Prävention“

Fortbildung beim Sportbund Pfalz:
– Stressbewältigung und Entspannung
– Haltungs- und Bewegungssystem

MEDIZINISCH TECHNISCHE ASSISTENTIN

Mein Erstberuf

Verbandszugehörigkeit

Mitglied im Verband Freier Psychotherapeuten,
Heilpraktiker für Psychotherapie und
Psychologischer Berater e.V.

Mitglied im Berufs-Verband
Yoga Vidya Lehrer/-innen e. V.